Kampfschrei

Gruppenmotivation und Einschüchterung

Schaut man sich alte Kriegsaufnahmen an, so sieht man oft, dass bei einem Sturmangriff auf den Feind ein mächtiges gemeinschaftliches "Gebrüll" losgeht. Hier dient der Kampfschrei zum einen der Eigen- und Gruppenmotivierung und zum anderen der Einschüchterung des Gegners. Durch das laute Gebrüll wird der Angreifer meist stärker eingeschätzt als er ist. Man sagt, der Kampf entscheidet sich bereits zu Beginn durch den Schrei! Die Abschreckung des Gegners durch den Kampfschrei ist aber nicht der Hauptaspekt, sondern eher ein nützlicher Nebeneffekt.

Atemtechnik

Der eigentliche Grund in der Ausübung des Kampfschreis ist das Ausatmen aus dem Unterbauch (Hara) heraus, das eine bestimmte Wirkung auf Körper und Geist hat. Die kraftverstärkende Wirkung liegt weniger in mechanischen, als mehr in geistigen Vorgängen.

Starke "Kias" oder "Kihais" werden meist für Endtechniken – also den letzten Schlag oder Kick genutzt, um noch einmal alles zu geben. Schwache, leise Kampfschreie wie "Has" oder "Wiis" dagegen zeigen Kampfbereitschaft, entwickeln Energie und bauen Spannungen ab.