Haka
Haka

Der Haka – der Kriegstanz der Maori

Neuseeländische Haka-Kampf- und Tanzrituale der dortigen Ureinwohner haben ihren Ursprung in Polynesien, wo sie damals zur Schlichtung von Stammesfehden genutzt wurden. Bei den Maori werden sie noch heute in Form von exstatischen Tänzen praktiziert. Der Haka ist sozusagen der Ritualtanz der Maori. Er dient der Einschüchterung des Gegners, was insbesondere durch die entsprechende Mimik präsentiert wird.

Henare Teowai aus Ngati Porou/Neuseeland erklärte, dass Haka die Kunst sei, den gesamten Körper sprechen zu lassen ("Kia korero te katoa o the tinana"): Hände, Füsse, Beine, Bauch, Arme, Stimme, Augen etc. um auch Leidenschaft, Vitalität und Identität zum Ausdruck zu bringen. Besondere Kraft wird dabei mittels der intensiven Atemtechnik generiert, die dem Praktizierenden Power und Engergie verleiht.

Die im Haka zum Ausdruck kommende Energieform kann unterstützend wirken, um z.B. die eigene Durchsetzungskraft zurückzuerlangen oder spielerisch die Seele daran zu erinnern, über wieviel Ausstrahlung und Kraft wir grundsätzlich verfügen, ohne diese gegen andere wenden zu müssen. Noch heute praktiziert die neuseeländische Rugby-Mannschaft ein Haka-Ritual vor jedem Spiel.

 

Kung Fu
Kung Fu

Kung Fu, Tai Chi und Qigong

Kung Fu stellt eine der ältesten chinesischen Kulturformen dar und verankert sich als neuer Trend in der internationalen Fitness- und Wellness-Szene. Kung Fu beninhaltet harte Elemente wie Box- und Kicksequenzen, vornehmlich werden jedoch Bewegungen mit der flachen, getreckten Hand und der Handkante favorisiert. Weiches Kung Fu hingegen, Tai Chi und Qigong, arbeitet mit sanften fließenden Bewegungen, die vor allem die innere Kraft konzentrieren soll.

Das Shaolin Kloster ist als Geburtsort des Shaolin Kung Fu bekannt. Ursprünglich war dieser Tempel eine Lehrstätte des Buddhismus. Wie in vielen anderen Klöstern lebten auch hier indische Mönche. So zu Beginn des 6. Jhd. n. Chr. der Mönch Bodhidharma, der die indischen Schriften ins Chinesische übersetzte und einer Legende zufolge neun Jahre lang meditiert haben soll.

Bodhidharma hatte durch seine eigenen Erfahrungen erkannt, dass zur Meditation auch ein körperlicher Ausgleich geschaffen werden muss. Deshalb brachte er den Mönchen Atemtechniken und körperliche Übungen bei, mit denen er den Grundstein des Shaolin Kung Fu legte. Allerdings verfolgte er mit diesen Übungen nur ein Ziel: die Stärkung und Gesundhaltung des Körpers.

Mit Qigong bezeichnet man chinesische Übungsmethoden der Shaolin Mönche, durch die man lernt, die Aktivität des "Qi" (Chi), der im eigenen Körper gespürten Energie, zu erkennen, zu fühlen und diese zu leiten, freizusetzen und nachhaltig zu stärken. Der Begriff stammt aus den chinesischen Wörtern Qi (= Lebensenergie) und Gong (= Fähigkeit, Übung, Arbeit). Dem Qigong entsprechende Übungen wurden in China von den Shaolin Mönchen bereits vor mehr als 2000 Jahren entwickelt und ausgeführt.

Ihr Können erreichen die Kampfmönche über die Kontrolle des "Qi", der Lebensenergie, die der Shaolin-Lehre nach alles Leben durchfließt.

Grundlage dieser Übungspraxis ist die bewusste Wahrnehmung der Aktivität des Energieflusses durch den menschlichen Körper. Nach der traditionellen chinesischen Lehre der Shaolin, erhält der Fluß des Qi den Menschen am Leben, und ein ungehinderter Energiefluß im Körper sorgt für Wohlbefinden und Gesundheit des Menschen.